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Juli 2009: Ansprechpartner bei Fragen zu Pharma-Etiketten
Etikettenhersteller entwickeln im Arbeitskreis Pharma-Etiketten gemeinsam übergreifende Lösungen und Standards
Für die koordinierte Interessensvertretung bei übergreifenden Themen haben sich namhafte Hersteller von Pharma-Etiketten unter dem Dach des VskE (Verband der Hersteller selbstklebender Etiketten und Schmalbahnconverter e.V.) zu einem ‚Arbeitskreis Pharma-Etiketten’ zusammengeschlossen. Primäres Ziel ist das Erarbeiten von praktikablen und transparenten Standards und Prüfmethoden, die den besonders hohen Anforderungen der pharmazeutischen Industrie hinsichtlich Qualität sowie Prozess- und Produktsicherheit aller eingesetzten Ausgangsmaterialien – einschließlich der verwendeten Packmittel wie Etiketten – gerecht werden.
Eine Herausforderung an die gesamte Industrie ist beispielsweise das Aufbringen von Brailleschriften auf die Verpackungen pharmazeutischer Produkte. Aus diesem Grund beschäftigt sich der Arbeitskreis aktuell mit der geplanten Verpackungsnorm DIN EN 15823 (Blindenschrift auf Arzneimittelverpackungen) und der Qualitätskontrolle von gedruckten Braillepunkten unter Berücksichtigung aller in diesem Normentwurf definierten Kriterien. Weitere bearbeitete Themen sind die aktualisierte Fehlerbewertungsliste für Sekundärpackmittel sowie die Harmonisierung von Lieferzertifikaten. Die Arbeitsgruppe hat sich u.a. als Ziel gesetzt, die Ergebnisse in klarer und strukturierter Form zu dokumentieren, so dass sie den Herstellern pharmazeutischer Produkte unterstützend zur Verfügung gestellt werden können. Zur Ergänzung der eigenen Erfahrungen greifen die beteiligten Firmen auch auf das Know-how von Maschinenherstellern, Instituten und Hochschulen zurück, um hochwertige und möglichst neutrale Arbeitsergebnisse zu erzielen.
Ständig teilnehmende Unternehmen sind Etifix, Eukerdruck, Faller, Faubel, Pago, Schäfer, Schreiner, Witte plusprint. Sprecher des Arbeitskreises ist Hartmut Wille, Schäfer.
März 2009: Treffen des VskE-Arbeitsausschusses bei ATP in Mihla

Am 20. März 2009 war der VskE mit seinen Mitgliedern des Arbeitsausschusses bei der Firma ATP adhesive systems (förderndes Verbandsmitglied) am Standort Mihla nahe der thüringischen Wartburgstadt Eisenach zu Gast. Parallel zur Sitzung des Gremiums hatten die 20 Ausschussmitglieder Gelegenheit, die Produktion mit verschiedenen Beschichtungsanlagen zu besichtigen und sich über das Angebot an Produktlösungen zu informieren, das von industriellen Klebeverbindungen über grafische Klebefolien bis hin zu Haftmaterial für Spezialetiketten reicht. Die eingesetzten Kleberrezepturen sind ausschließlich Eigenentwicklungen, und die Produktionsverfahren entsprechen den aktuellen technologischen Anforderungen. So werden seit vielen Jahren möglichst umweltverträgliche Produkte auf lösemittelfreier, recyclebarer Basis gefertigt.
Februar 2009: Projekt ‚Gute Praxis im Etikettendruck’ gestartet

Am 10. Februar 2009 haben sich in Wiesbaden auf Einladung der Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung über 30 Teilnehmer aus der Etikettenindustrie getroffen, um ein gemeinsam mit dem Verband der Hersteller selbstklebender Etiketten und Schmalbahnconverter (VskE) organisiertes Projekt zur Erarbeitung einer Branchenvereinbarung mit dem Titel ‚Gute Praxis im Etikettendruck’ auf den Weg zu bringen. Albrecht H. Glöckle, Präventionsleiter der BG Druck und Papierverarbeitung, wies bei seiner Begrüßung auf die aktuelle politische Entwicklung hin, die mit zentralen Rahmenvorgaben aus Brüssel und Berlin, z.B. globale Klimaschutzziele, Zertifizierung nach ISO-Leitlinien, das Global Harmonisierte Kennzeichnungssystem (GHS) oder die europäische Verordnung REACH tiefe Einschnitte für die Industrie bedeuten. Parallel dazu werden exakte Detailregelungen abgeschafft. Dahinter steckt der politische Wille, dass die Wirtschaft selbst aktiv wird, um den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter sowie den Schutz der natürlichen Umwelt und der Bürger in Europa in die Unternehmensziele einbindet. Auf der Ebene des Einzelunternehmens geht es um die ‚Gefährdungsbeurteilung’ und für die Betriebe eines Industriezweiges und ihrer Zulieferer um Branchenregelungen. Und um die Erarbeitung einer solchen Branchenregelung zur ‚Guten Praxis im Etiketten- und Schmalbahndruck’ geht es im vorliegenden Projekt. Ein Ergebnis wird für Mitte 2010 erwartet. Neben BG und VskE unterstützen auch der Bundesverband Druck und Medien sowie die Wirtschaftsverbände der Papierverarbeitung (WPV) das Vorhaben. Bei der Auftaktveranstaltung nahmen Vertreter von Etikettendruckereien, von Maschinen- und Druckfarbenherstellern sowie von Reinigungsmittellieferanten und Vertreter der Berufsgenossenschaft und der Verbände teil. Zu den aktuellen Themen, die durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit in der Branchenvereinbarung angegangen werden, zählen der Ersatz bzw. die Reduzierung leichtentzündlicher Lösemittel, der sichere Umgang mit UV-Farben, sichere Maschinentechik, u.v.m.
Mai 2008: Verband organisiert Geschäftsführung neu

Anlässlich der Frühjahrstagung am 11. und 12. April 2008 hat der Verband der Hersteller selbstklebender Etiketten und Schmalbahnconverter e.V. (VskE) offiziell bekanntgegeben, dass Klemens Ehrlitzer mit Wirkung vom 1. Mai 2008 zum neuen Geschäftsführer des VskE bestellt wurde und gleichzeitig die Geschäftsstelle von Oberschleißheim nach Höchberg bei Würzburg verlegt wird. In den zurückliegenden Jahren hatte Helmut Schreiner die Aufgaben des 1. Vorsitzenden und der Geschäftsführung in Personalunion wahrgenommen. Klemens Ehrlitzer wird neben der Geschäftsführung des Verbandes seine bisherige Tätigkeit als freier Fachjournalist auch weiterhin ausüben. Wie Helmut Schreiner erklärt, führt diese Entscheidung im ersten Schritt zu einer Entlastung des Vorstands. Mit Blick in die Zukunft stellt die neue Organisation darüber hinaus eine Erleichterung dar, die Nachfolge für das Ehrenamt des 1. Vorsitzenden zu regeln.